Mixing

Beispiel Mix / DrumsDrummix / Gesang / Gitarren / Livemix E-Gitarre / Panorama / PhasenauslöschungenPianos
Räumlichkeit im Mix durch Tiefenstaffelung
/ Rhythmusinstrumente / StreicherTipp für gutes Abmischen / Verdeckungseffekt / Zugrundliegende Spektren von Pop und House-Musik

Verdeckungseffekt

Im Mix Gesang lauter, wenn man z.B. die Keyboards leiser macht.
Frequenzbereich der Vocale zwischen 300-2000Hz
Konsonanten zwischen 1000-8000Hz
50Hz Ton muss 40dB lauter sein als 2000Hz Ton um wahrgenommen zu werden.

Phasenauslöschungen

Bei topfigem Klang einer Spur beim zusammenmischen von 2 Mikrospuren versuchen bei der einten Spur die Phase zu drehen.

Methode zur Überprüfung der Lautstärkeverhältnisse: Bei reduzierter Lautstärke sollte man nur noch den Gesang und ein wenig Schlagzeug oder Bass hören.

Tipp für gutes Abmischen

Immer im A/B-Vergleich mit guten CDs mischen. Die CD muss den gleichen Pegel aufweisen wie die Eigenmischung. Dabei merkt man, dass die eigene Mischung subjektiv zunächst viel mehr wummert als die der CD. Genau das gilt es zu vermeiden. Man mischt solange, bis die eigene Mischung auf den Nahfeldmonitoren genauso wenig Bässe und Höhen hat wie die CD. Die Kunst dabei: Es soll trotzdem klingen - gut aufnehmen und gut mischen!
Mischungsverhältnisse überprüft man, indem man sehr leise abhört. An der Nähe der Wahrnehmungsgrenze stellt man ganz leicht fest, welche Teile eines Arrangements unterpräsentiert sind und unterzugehen drohen. Die Klangfarbe beurteilt man besser bei normalen Abhörlautstärken.

Gitarren / Rhythmusinstrumente

Echos rechts, Originalklang (z.B. Rhythmusgitarre) links anordnen.
Harmonische Rhythmusinstrumente wie Gitarre, Klaviere und E-Pianos mit einer mittleren Lautstärke mischen. (unterstützen den Gesang)

In der Mischung für hinten liegende Instrumente Höhen dämpfen, für vorne liegende Instrumente Höhen anheben oder Exciter verwenden.

Pianos

Klavier und E-Pianos breitgestreut auf beiden Seiten des Klangbildes aufgenommen, gemischt stereo mit seitlich unterschiedlichem Sound.

Streicher

Streicher und synthetische Teppiche sehr leise mischen wie auch Hi-Hat und Cabasa (verlieren nicht ihre Wirkung)

Bläsersätze oder Saxophon- und Gitarrenfills /Verzierungen mischt man geringfügig leiser als die Melodie.

Gesang

Stimme im Refrain verlangt z.B: eine stärkere Kompression als in der Strophe. Aus diesem Grunde die Stimme auf mehrere Kanäle gesplittet. Beim Mischen die Stimme immer wieder reinziehen und nicht bis am Ende aufheben. Immer kontrollieren ob noch genügend Platz ist für die Stimme.

Sonderform des Doppelns
Dabei wird die Leadstimme mit einer oder zwei Flüsterstimmen gedoppelt, die je nach Bedarf im Panorama positioniert werden. Da Flüstern kaum Eigendynamik biete, sind Atmer, Zisch- oder Schmatzlaute im Verhältnis zur Leadstimme sehr deutlich zu hören. Dieser Höreindruck wirkt zwar im ersten Moment unnatürlich, sorgt andererseits jedoch dafür, dass die Leadstimme extrem nah an den Hörer heranrückt.

Stakkato Gesang
Man legt eine Gesangstimme mit identischen Einstellungen auf zwei Kanäle. Der eine ist im Panorama nach rechts, der andere nach links gelegt. Durch Wechseln der Kanäle kann man dann entweder ein stakkatoartiges Hin- und Herspringen der Stimme im Rhythmus der Musik oder eine Art Dialog mit Wechsel des Kanals nach jeweils einer Verszeile programmieren. 

Delay auf Stimme
Den Gesang auf zwei Spuren aufnehmen und die Delays über die einte Spur laufen lassen. Wenn man diesen Effekt auf die Hauptspur legen würde, kommt der Gesang zu indirekt. Chöre in den Akai-Sampler S1100 aufnehmen. Nachher klingen die Chöre irgendwie anders. Er gibt ihnen ein wenig Höhen und Tiefen hinzu und dies tönt cool.

Drums

Bassdrum und Snare
Bei Popstücken Bass und Schlagzeug laut mischen. Beim Schlagzeug Bassdrum und Snare hervorheben.
In der Mischung einstellen: Die Bassdrum hat ihren Druckpunkt bei 100Hz, der Bass bei 60Hz oder umgekehrt. Um der Snare einen zusätzlichen Höhenkick zu geben auf die 2 und 4 noch ein Tamburin dazumischen. Bei der Aufnahme der Snare mit zwei Mikrofonen Top und Bottom im Verhältnis von ca. 60 (top) zu 40 (bottom) mischen.

Toms
Wenn über die Toms Mikrophone ein mittiger Beckensumpf rüberkommt, kann man versuchen bei beiden Beckenkanälen die Phase zu drehen. (Mitten dazumischen bei Becken, "Auslöschfutter"

Power-Schlagzeug
Early-Reflection (ein kurzer Hall) für Toms und Snare. Nicht zuviel hall auf Bassdrum, Hi-Hat und Becken legen.

Panorama

Jeder Sound wirkt umso lauter, je weiter aussen er liegt. Wenn man z.B. die Hi-Hat auf die rechte Seite legt, sollte man als Ausgleich links auch ein Instrument z.B. akustische Gitarre platzieren.

Räumlichkeit im Mix durch Tiefenstaffelung

Benötigt werden 3 Hallgeräte, 1 Delay, 1 Chorus und 1 Exciter. Die Returns müssen aufgrund der notwendigen Stereo- und EQ-Einstellungen auf Mixerkanälen gezogen werden, im Minimum auf  4x2=8 Kanäle
Gesang
Bei dem im Mix vorne stehenden Gesang die Höhen anheben durch die Verwendung eines Exciters - die hinteren Signale können bedämpft und die Stereobreite vermindert werden.
Den Gesang kann man vom Hall lösen durch die Erhöhung des PreDelays auf bis zu 100 ms
Eine Vorverzögerung von 10-30 ms ist immer gut, Den reinen Hall kann man noch zusätzlich durch den Chorus jagen.
Snare
Das Snaresignal jagen wir durch den Hall, einem Limiter und einem Gate. (Trigger durch abgegriffenes, trockenes Signal über Side-Chain) 
Die Hallzeit stellen wir auf etwa 1s. Am Hallgerät wählen wir einen höhenreichen, dichten Algorithmus. Die Hallgeräte so hoch wie nur möglich aussteuern.
Beispiel : hörbare Hallfahne mit langem PreDelay + dichte, höhenreiche
Early Reflections - z
Monokompatibilität
Zwecks Monokompatibilität noch einen Hall etwas leiser hinzufügen dessen Stereopanorama auf Mitte steht.

Zugrundliegende Spektren von Pop und House-Musik

63Hz 125Hz 250Hz 500Hz 1kHz 2kHz 4kHz
Pop 73dB 86dB 91dB 94dB 95dB 94dB 90dB
House 78dB 92dB 92dB 93dB 92dB 92dB 92dB

 

Livemix E-Gitarre

low Cut betätigen, Fundament (Heavy 4x12" Box) bei 150-200Hz, mittigen Sound (ZZ-Top) bei 300-500Hz
bei 600-800Hz absenken um Platz für Stimme zu schaffen, Gitarre dafür bei 2kHz anheben für mehr Durchsetzungsvermögen, Höhenanhebung  nur dezent
Andere Möglichkeit bei 3kHz Gitarre absenken (Platz für Stimme) aber bei 300Hz dazu besonders bei Benutzung des Shure SM57, somit fetter und druckvoller GItarrensound
Effekte = längeres Delay für Solos, leichter Chorus, Hall nur sehr dezent einsetzen da meistens genügend Raumhall vorhanden ist.

Beispiel Mix (aus Keyboards)

 

Loop
Q
-3 @ 60Hz
0.56
+16 @ 1.8kHz
0.56
+2 @ 16kHz
0.56
Kick
Q
+4 @ 100Hz
0.68
-8 @ 4.5kHz
0.68
+2 @ 16kHz
0.56
Snare
Q
  +12 @ 1kHz
0.63
 
Hi-Hat
Q
    +12 @ 15kHz
0.56
Bass
Q
+8 @ 80Hz
0.62
-10 @ 3.5kHz
0.50
 
SEQ
Q
-10 @ 250Hz
0.50
+8 @ 4kHz
0.56
+16 @ 10kHz
0.56
Brat
Q
+2 @ 60Hz
0.50
+4 @ 2kHz
0.68
 
AK-Gitarre
Q
-6 @ 450Hz
0.68
+11 @ 2.5kHz
0.56
+4 @ 12kHz
0.50
Pad
Q
  +4 @ 450Hz
0.56
-10 @ 10kHz
0.50

 

Drummix

 

Bassdrum
Q
-10 @ 150Hz        
1.0           
Equalizereinsatz schafft mehr Platz für Bassgitarre
Compressor 8:1 langsame Attack für Kick
Snare "Teppich"-Spur
Q
    +3 @ 8Hz
1.0
Snare "Fell"-Spur
Q
-8 @ 150Hz
Hochpass-Filter
-4 @ 400kHz
1.0
 
Hi-Hat
Q
  -8 @ 500Hz
schmalbandiges Notch-FIlter
 

 

 

 

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Stand: 25. Mai 2003 10:14:31 +0200